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Match-Preview: FC St. Pauli vs. FSV Frankfurt
22. Spieltag | Saison 2015/2016

Letzte Woche konnte aufgrund eines akuten Zeitmangels leider kein blog veröffentlicht werden. Deshalb gibt es vor der heutigen Match-Preview noch mal unsere Gedanken zum Leipzig-Spiel. Nachdem wir zum Rückrundenauftakt 3 Punkte aus Fürth entführen konnten, kam nun der Dosenclub als Spitzenreiter ans Millerntor, wollte seine starke Serie ausbauen. Der gesamte Club sollte sich dem aber entgegenstellen. Ein Versuch der erbärmlichen Bildzeitung, nach einer fehlinterpretierbaren Äußerung , die Gemüter, gerade der Leipziger, im Vorfeld anzuheizen, schlug fehl. In Leipzig wusste man, was Ewald meinte. Dieser sagte, dass er lieber einen Club übernimmt, der ihm von den Werten her am Herzen liegt, sich gegen Faschismus und für viele gemeinnützige Projekte einsetzt, als ein Club, der unbegrenzt „Einkaufsmöglichkeiten“ bietet.

Auf Grund seiner politischen Einstellung gab es für uns keine andere Möglichkeit

Gerade diesen Leipzigern kann keine fremdenfeindliche Einstellung unterstellt werden. Viel Zulauf erhält der Club eben durch seine Erklärung gegen Faschismus. Viele Jahre gab es keinen hochklassigen Fussball in der Region. Besuche bei den kleineren Clubs, zeigten fast immer Verknüpfungen mit der rechten Szene. Leipzig stellt damit eine Alternative zum brauen Nazi-Pack in der Umgebung! In diesem Zusammenhang wurden letztes Jahr einige Schals zwischen den Fanlagern getauscht, was zunächst für Verwunderung sorgte. Das Konstrukt ist definitiv Asche, den Anhängern konnte man aber bisher nichts negatives abgewinnen, außer eben, dass Sie ein solches Konstrukt supporten. Doch bei den bescheidenden Alternativen in der Region? Mein Vater, der damals noch nicht sonderlich Interesse für Fußball hegte, fuhr mit mir aus gleichen Gründen zu Spielen ins damaligen Wilhelm-Koch-Stadion. Denn Anfang der 90er waren die rechten Verflechtungen beim Vorstadtverein noch „öffentlich“ für jeden erkennbar. Auf Grund seiner politischen Einstellung gab es für uns keine andere Möglichkeit, als den FCSP! Danke nochmal dafür 😉

So beschlossen auch beide Vereine, kurz vor Spielbeginn einen Text zum Thema Tolleranz und gegen Diskriminierung zu verlesen. Zu unserer großen Verwunderung, wurden auf unserer Süd während dieser Ansprache Gesänge angestimmt. Wirklich erklären konnte wir dies nicht. War bei den Protagonisten denn nicht angekommen, dass es sich um eine freiweillige Aktion der Vereine handelte, nix was der DFB vorgegeben oder ein Schundblatt vorgeschalgen hatte…!?

Robin „Flying Skyman“ Himmelmann

Nach einer hübschen Choreo beider Fanlager rollte dann endlich der Ball. Wir begannen gut und kamen nach einer schönen Kombination, über viele Stationen bereits in der achten Minute zum Torerfolg. Letztlich hatte Buchti Buballa steil geschickt, dieser überrannte mit seinem super Tempo die Abwehr, kam bis zur Grundlinie und legte dann butterweich dem Ratsche auf. Dieser schob überlegt ein, sodass das Millerntor explodierte. Leipzig betrieb hohen Aufwand, wollte den schnellen Ausgleich, wir kamen kaum noch zur Entlastung. Ewald stellte zeitweise auf eine 5-Kette um, beorderete den gelernten IV Hornschuh in die Mitte, während Alushi die defensive rechte Außenbahn besetzte. Dank eines großen Kampfes, bei dem sich gerade auch Buchti, Ratsche und Sobata, defensiv immer wieder in die diversen Abschlüsse der Leipziger warfen, konnte die Führung gehalten werden. Naja, so ganz stimmt das nicht… ein weiterer wesentlicher Faktor war wieder einmal Robin „Flying Skyman“ Himmelmann. Einen Ball, an den er mit den Händen nie dran gekommen wäre, grätschte er in letzer Sekunde per Fuß von der Linie. In Bruchteilen von Sekunden, hatte Robin die richtige Entcheidung getroffen. Trotz des Aufbäumen des Gegners, konnte die Führung kämpferich verteidigt werden. Es ging mit 1:0 in die Kabine.

In der zweiten Halbzeit entwickelte sich dann eine andere Partie. Es gab einen Schlagabtausch, meist zwischen den Strafräumen. Auch wir hatten nun weitere Chancen, waren aber bei Alu-Treffern von Picault und Nehrig im Pech. Einen Schuss von Fossberg aus ca. 7 Metern hielt Himmelman sogar fest, was den Bullen langsam die Hoffnung nahm. Auch wenn der Sieg, auf Grund der kämpferischen Leistung, verdient war, war die spielerische Klasse von Leipzig deutlich erkennbar. 29 Torschüsse in einem Spiel, bedeuteten Zweitligarekord! Doch das bringt alles nichts, wenn sich unsere Jungs vehemnt in die Schüsse werfen und eben ein starker Himmelmann alles hält. Jener war gestern bei „Rasant“und machte dabei einen ähnlich abgeklärten Eindruch wie auf Spielfeld. Mit ihm muss nun zeitig erneut verlängert werden, läuft sein Vertrag 2017 doch aus. Gut möglich, dass England ein Auge auf Himmelmann werfen wir, Geld ist genug da, gute Torleute nicht, Ganz werden wir Abgänge nicht ausschließen können… doch dann sollte eine schöne Ablöse generiert werden, die sich eben auch aus der Vertragslaufzeit ergibt!

Heute geht es gegen den Fünfzehnten

Wer nun glaubt, man würde den Fünfzehnten, FSV Frankfurt, am Freitag aus dem Stadion schießen, ist derbe schief gewickelt! Die Rollen werden sich diesmal anders verteilen. Wir müssen zielbringende Lösungen finden, denn der FSV wird tief stehen und auf Konter lauern. Hier liegt nicht unsere Stärke, was besonders gegen Bielefeld 2x erkennbar war. Für Hornschuh ist es ein besonders Spiel, hatte ihn Trainer Oral doch damals aussortiert. So sagte er augenzwinkernd, dass er sich bemühen wird, seine Emotionen im Griff zu haben. In Frankfurt wird man sich ärgern, ihm keine zweite Chance gegeben zu haben. Beim Hinspiel, als wir durch einen Sonntagsschuss letztlich unterlagen, gehörte er noch dem FSV und konnte die Partie recht neutral von der Tribüne aus begutachten.

Der letzte Heimsieg gegen den FSV müsste am 22.02.2013 erfolgt sein. Damals schoss Ginni die Frankfurter alleine mit 3:0 heimwärts. Dieser arme Ginni, zog er sich doch nun im Training den nächsten Kreuzbandriss zu. Gute Besserung und Kopf hoch!

Am Ende rettet uns Himmelmann den Punkt

Heute gibt es leider nur ein Unentschieden, weil uns eben der Knipser fehlt der sich vorne durchtankt (by the way… auch die beiden letzten Wochenende hat Ante jeweils einmal genetzt! Junge, komm zurück!). Am Ende rettet uns Himmelmann den Punkt, wie im letzten Jahr spät, auch mit dem Fuss, gegen Edmond Kaplani. Egal welche Nicht-Zecke sich dieser Tage zu Wort meldet, alle sagen sie, dass der Skyman nicht zu halten sein wird. Abwarten, Himmelmann identifiziert sich, was wir sicher seinem besten Kumpel Kalla mit zu verdanken haben.

Abschließend zum Stand der Dinge in der Türkei, vor dem die Heuchler von FIFA und UEFA die Augen verschließen. Es ist echt das aller Letzte, dass man sich zu dieser massiven Diskriminierung nicht mal zu Wort meldet! Doch bekommt Ihr Amedspor nicht klein! Im Hinspiel des türkischen Pokal-Viertelfinales gegen Fenerbahce Istanbul drehten sich nach dem Anpfiff alle Spieler von Amedspor Klub aus Diyarbakir für eine halbe Minute zur Pressetribüne um und blieben stehen. Dieser Protest gegen das Geisterspiel, die Sperre von Deniz Naki und die Geldstrafe wurde ergänzt von einem Einlaufbanner der Spieler gegen Fenerbahce mit dem Appell: „Kinder sollen nicht sterben, sondern zum Spiel kommen!“ Der Drittligist Amedspor errang gegen den Spitzenreiter der Süperlig ein 3:3 und wird wohl weitere Strafen bekommen.

Forza, wir brauchen noch 4 Punkte!

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