Wir sind stark geworden durch schlechte Zeiten!

Match-Preview: FC St. Pauli – 1. FC Kaiserslautern
15. Spieltag | 2. Bundesliga

Die Brausefahrt liegt hinter uns, nun kommt wieder Tradition ans Millerntor…

Schlimm, welche menschenverachtenden Vorgehensweisen die Polizei in Leipzig an den Tag legte, wie der Fanclub MFC berichtete. Da lief unsere Anreise und der Aufenthalt doch wesentlich entspannter. Mit 4-5 Bussen ging es Sonntag Nacht gegen 04:00 Uhr vom Millerntor gen Leipzig. Die Fahrt verlief reibungslos, so erreichten wir planmäßig eine Leipziger Kneipe, wo eine letzte „Stärkung“ einverleibt wurde. Zwar tummelten sich auch um die Kneipe einige Mannschaftswagen und ca. 25 Beamte, doch hielten diese sich zurück. Auch als wir uns im Nebel einiger Rauchtöpfe Richtung Stadion bewegten, gab es kein Einschreiten der Beamten. Unsere Gruppe war vermutlich auch einfach zu zahlreich.

Beim Einlass wurden die meisten zügig abgefertigt, jedoch musste jedes Banner entrollt werden, da die Leipziger Ordner (Hamburger Ordner waren auch zu Gegen) und Polizei verschmähende Banner verhindern wollte. Ohne Erfolg! Auf einem stand „Wer sonst nichts hat, geht halt zu RB“, auf einem zweiten „Alle Bullen sind Schweine“. Gerade Zweiteres hatte nicht den gewünschten Erfolg. Wie wir es Ihnen mit unserem „Zeckenlied“ in der ersten Halbzeit vorgemacht hatten, sangen die Leipziger nun „Wir sind Schweine, rote Bullenschweine“.

Zum Spiel möchte man am liebsten nichts sagen. Leider hat die Länderspielpause wieder nicht genügt, taktische und individuelle Fehler zu minimieren. Wenn auch die Einstellung stimmte, die Gegentore fallen viel zu leicht. Woher soll Selbstbewusstsein kommen, wenn auf einen Anschlusstreffer umgehend ein Gegentreffer folgt? Naja, immerhin haben wir mal wieder getroffen, lang war die Durststrecke!

Nun kommt Lautern, sicher kein Lieblinsgegner! In den Köpfen hängt noch die schmerzliche Niederlage aus dem April diesen Jahres. Man war drauf und drann das 3:2 zu schießen. Guten Möglichkeiten und der Feldüberlegenheit in der Nachspielzeit, folgte in der 97 Minute ein Konter inkl. Sonntagsschuss. Auch der eine Punkt war futsch.

Wir können halt nur unten oder oben, eine entspannte Saison im Mittelfeld gibt es bei uns nicht. Immer wieder sind wir den starken Emotionen des Fußballs ausgesetzt. Das schweißt zusammen, treibt 5000+ für ein Auswärtsspiel durch die Republik. Genau das alles sind wir, stark geworden durch schlechte Zeiten! Wir backen immer kleinere Brötchen, haben die Parolen unbändiger Hoffnung eingestellt. Eine Niederlage wie letzten April, wäre doch fast ein Erfolg. Zwei Tore in einem Spiel, dazu mal keine Klatsche, sondern nur knapp verlieren … es wäre „leider“ ein Schritt in die richtige Richtung!

Doch egal in was für einer Phase wir uns befinden, abwenden ist keine Alternative. Auch bei diesem Kick werden wir da sein, für unseren Verein, die einzige Möglichkeit! „Egal was auch geschiet“, „Liebe kennt keine Liga“ und „Leidenschaft ist was Leiden schafft“ daher komme was wolle, es geht nur „für immer mit Dir“!

Mal sehen, was Meggie sich hat einfallen lassen. Auch Tschauner steht nach drei Patzern in Folge unter Beobachtung. Trotz 10cm weniger Körperlänge, scheint Himmelmann in vielen Bereichen stärker (Fußballerisch, Strafraumbeherrschung und Spieleröffnung). Schließlich wurde Himmelmann quasi mit Neuer zusammen ausgebildet. Tschauni auf der Bank ist aber kaum vorstellbar, aufgrund seines Kultcharakters, durch die Bude gegen Paderborn. Vielleicht braucht die Mannschaft aber auch genau so ein Zeichen…

Allen ein schönes Wochenende und ein zufriedenstellendes Spiel, mit oder ohne Punktgewinn!

St. Pauli ist die einzige Möglichkeit!

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Ein Kommentar

  1. derMichel · November 28, 2014

    So ist es! Und ich glaube Sonntag wird ein guter Tag. 0cn.de/advent-fcsp 😉

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