Endlich ackert und pflügt Schachten wieder die Linie rauf und runter!

Match-Preview: FC St. Pauli – 1. FC Heidenheim
13. Spieltag | 2. Bundesliga

Der Auftritt letzten Samstag im Frankenland macht Mut, denn wir haben ein gutes Auswärtsspiel mit diversen Großchancen gesehen. Leider blieben zu viele davon ungenutzt. Zwei mal wurde es bestraft, dass wir in unserer besten Phase keinen weiteren Treffer machten. Kurze Zeit später klingelte es hinten.

Aber mal ehrlich, der Sieg hätte einen faden Beigeschmack gehabt! Das erste Mal diese Saison wurde offensichtlich pro St. Pauli gepfiffen. Bibi Steinhaus ist St. Pauli bekanntlicher Weise symphatisch, daher hatte die Polizistin auch Bollers Abschiedskick mit viel Humor gepfiffen. Für das Abseitstor kann sie nichts, den Elfer muss sie aber eigentlich sehen und für Nürnberg geben. Im gesamten Spiel gab es bestimmt zehn weitere fragwürdige Entscheidungen. Beispielsweise wurde in der ersten Halbzeit ein Foul von Schachten als Freistoß für uns ausgelegt. Es gab weitere Situationen die „im Zweifel pro St. Pauli“ gepfiffen wurden. Vielleicht ist die Abstiegsangst nicht groß genug, aber so will man doch auch nicht gewinnen. Ich unterstelle Bibi keine Absicht, sie steht halt unterschwellig auf unseren Kiezclub! Wir können Sie doch verstehen 😉

Nun kommt Heidenheim, ein starker Aufsteiger, der bisher auswärts nicht seine Stärken ausspielen konnte. In deren Reihen befindet sich mit Marc Schnatterer ein echter Ausnahmefussballer. Damit ist aber nicht seine sportliche Leistung gemeint (6 Tore / 6 Vorlagen). Schon die letzten drei Jahre wusste Schnatterer in der dritten Liga zu überzeugen, hatte immer mit die besten Werte. Daher gab es auch jedes Jahr zahlreiche Anfragen aus der zweiten Liga. Schnatterer lehnte diverse Angebote dankend ab und betonte immer wieder, dass er mit Heidenheim in die zweite Liga möchte. Davor sollte man seinen Hut ziehen. Fussballer wie Boller, Mattuschka oder Schnatterer, bei denen das Herz und nicht das Bankkonto entscheidet, werden doch immer seltener!

Zum Glück ist unser emotionaler Leader, in Form von Schachten, auch wieder an Bord. Nicht nur, dass er die Linie rauf und runter läuft und dabei ackert und pflügt, als müsse er die Aussaht vorbereiten, sondern auch bei Standards fehlte Schachten in den letzten Wochen doch sehr! Er ging in Nürnberg dahin, wo es dem Gegner am meisten wehtut!

Da Heidenheim noch nicht auswärts siegen konnte und unser Millerntor mit Stimmung und Kulisse nur aus dem Fernseher kennt, rechne ich mit einem knappen Heimsieg. Wir sind einfach jetzt mal dran!

Morgen das erste Mal ohne die Nord, wir bleiben laut und kompensieren so deren sonstigen Support! Wir holen vor drei Tribünen nun immer drei Punkte und starten eine Heimserie!

Lasst uns den Heidenheimern einen höllisch lauten Empfang bereiten.

Forza St. Pauli!

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