Kaum zu DAUBEn, aber das war sowas von unNÖTHEg!

Mit einigen Tagen Abstand zum München-Spiel bleibt weiterhin der Eindruck in uns, dass dieses Spiel eine unnötige Niederlage war. Unsere Jungs zeigten, obwohl auf vielen Positionen verändert, Spiel- und Kampfstärke. Das sind Eigenschaften, die der Vrabec-Vampir der Truppe scheinbar zuletzt ausgesaugt hatte.

Ein Trainerwechsel ist  immer eine große Chance für Bankdrücker und Tribünensitzer, den etablierten Spielern Druck zu machen. Das scheint vor allem Verhoek, Kringe, Trybull und Daube gelungen zu sein. Thorandt und Thy sind wohl eher mangels Alternativen zum Einsatz gekommen, wobei letztgenannter einen guten Eindruck auf ungewohnter Position hinterließ. Dass das Defensivverhalten von Thy noch nicht hundertprozentig saß, ist dabei nachvollziehbar. Verhoek rechtfertigte seine Aufstellung durch ein Tor, Daube und Kringe durch kluge Pässe, und Trybull saß fest im Rasenmäher und verpasste dem Grün neue Muster.

Der Schiedsrichter hat sicherlich einige Szenen falsch bewertet, das geschah insgesamt jedoch auf beiden Seiten. Natürlich ist es im Nachhinein ärgerlich, wenn die Abseitsposition vor dem 0:1 nicht geahndet wurde. Man muss aber fairerweise sagen, dass solch knappe Abseitspositionen, in denen sich der Angreifer vom Tor weg und der Verteidiger zum Tor hin bewegt, schwer zu sehen sind und leider häufig falsch bewertet werden. Bei den beiden nicht gegebenen Toren von unseren Jungs, ging dem einen eindeutig eine Abseitsposition voraus, dem anderen (angeblich) ein Foul. Beim Betrachten der TV-Bilder ist letzteres natürlich ein Witz! Die nicht gegebene Ecke kurz vor Schluss – Schwamm drüber, denn aus der Ecke wäre wahrscheinlich eh nichts geworden. Das Foul gegen Litka am Strafraum – okay … das war wirklich Mist! Wir hätten den Gegner durch ständiges Toreschießen zermürben müssen. So lange, bis Herr Dr. Kampka einfach gezwungen gewesen wäre auf Tor zu entscheiden!

Wir möchten uns aber nicht weiter am Schiri abarbeiten…

Im Großen und Ganzen war das ein Auftritt der Mut macht, obwohl die „Muschikatzen“ aus München derzeit sicherlich zu den schwächeren Teams der Liga gehören und das am Sonntag auch gezeigt haben. Ohne diesen Teufelskerl von Ortega wären die Münchner am Millerntor untergangen. Egal, egal, egal, es war mal wieder Leidenschaft drin und Meggle zeigte in 90 Minuten mehr Emotionen, als Rolando in seiner gesamten Amtszeit. Über den kleinen Rempler am Schluss verlieren wir hier mal keine weiteren Worte. Das passiert im Eifer des Gefechts und irgendwie wollen wir solche Emotionen auch sehen, denn das gab noch mal einen Ruck durch die Mannschaft am Schluss!

Unterm Strich sind aber auch WIR auf den Rängen mehr gefragt! Das Publikum muss wieder bereit sein 90 Minuten alles zu geben. Besonders am Anfang der zweiten Halbzeit war kaum etwas zu spüren. Wenigstens waren wir zum Schluss wieder voll da, obwohl es ein bisschen zu viel „Schirigebashe“ gab. Es ging teilweise leider sehr weit unter die Gürtellinie. Das muss nicht sein!

Ooooh St. Pauliiii – wo führt uns der Weg diese Saison hin?

Jetzt gilt es in Aue endlich den scheiß Satz „In Aue gibt es Haue“ auszumerzen und eine Serie hinzulegen. Denn: „Eine Daube macht noch keinen Sommer! Also, Tschauner mal ob wir uns aus der Nöthe befreien.“

Come on you boys in brown!!!

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