Alles glänzt so schön neu!

Der Fanclub Wochenrückblick (KW 37)

Aus aktuellem Anlass möchten wir allen Menschen danken, die sich täglich Nazis in den Weg stellen und sich gegen Rassismus, Faschismus, Sexismus und Fremdenfeindlichkeit einsetzen. Der SC Sternschanze hat Zivilcourage gezeigt und ein Punktspiel verweigert, weil es gegen eine offensichtliche Nazitruppe gehen sollte. Das war der richtige Schritt, denn mit Nazis wird nicht gespielt! Niemals!

Wir-brauchen-einen-neuen-Trainer-dann-wird-alles-besser-Einstellung

Jetzt aber zum FCSP. Nach den hitzigen letzten Wochen scheint es wieder etwas ruhiger um unseren geliebten Kiezclub geworden zu sein. Grundsätzlich ist das auch gut so! Aber wenn wir ehrlich sind, mögen wir diese „Wir-brauchen-einen-neuen-Trainer-dann-wird-alles-besser-Einstellung“ überhaupt nicht! Einerseits sind diese Diskussionen gut und richtig, andererseits hat diese Unruhe im Umfeld aktiv zur Entlassung von Roland Vrabec beigetragen. Deshalb sind wir irritiert, denn so kennen wir unseren FC St. Pauli nicht! Normalerweise gehen wir doch etwas gelassener mit schlechten Saisonstarts oder unattraktiven Spielen um. Aber wenn nach nicht mal zwei Saisonspielen schon nach einem Trainerwechsel gebrüllt wird, scheinen sich die Ansprüche verändert zu haben.

Wie in unseren letzten Beiträgen beschrieben, war die Entlassung von Roland Vrabec wohl die sportlich richtige Entscheidung. Auch seine Außendarstellung hatten wir ihm vorgeworfen. Aus menschlicher Sicht waren wir, wie schon erwähnt, etwas irritiert. Unser Verständnis von bedingungsloser Unterstützung sieht etwas anders aus. Wir alle müssen immer hinter der Mannschaft und auch dem Trainer stehen, egal wie gut oder schlecht es läuft. Nur so kommt man auch gemeinsam aus einer negativen Situation raus. In diesem Punkt – und auch in vielen anderen – sollten wir uns weiterhin klar von der Vorstadt unterscheiden! Denn was ist, wenn Thomas Meggle nicht den erhofften Erfolg bringt? Brüllen dann alle wieder nach einem neuen Trainer? Kommt dann im Winter der nächste? Nein, danke! Erfolg braucht einfach seine Zeit!

Nichtsdestotrotz glauben wir, dass die Entscheidung für Thomas Meggle eine gute Entscheidung ist. Es besteht aber immer die Gefahr, dass man diesen Trainer, der erst so kurz im Geschäft ist, verheizt. Er hat nämlich nicht die Ruhe, wie Stani damals in der Regionalliga. Natürlich war der Druck auf Stani auch hoch, aber die Situation war doch eine völlig andere. Maggi ist jedoch St. Paulianer durch und durch und verkörpert diesen Verein derzeit wie kaum ein anderer. Er bringt viel Herzblut mit, fühlt sich im Verein und im Umfeld wohl und weiß einfach wie der Hase läuft. Er muss dem Team jetzt wieder die Leichtigkeit zurückbringen und klarmachen, dass niemanden der Kopf abgerissen wird, solange der Einsatz und der Wille stimmt. Wir drücken die Daumen, dass Thomas Meggle ein Feuer entfachen kann und ein Ruck durch die Mannschaft und das Millerntor geht. Wir werden alles dafür tun unseren neuen Cheftrainer eine tolle Heimpremiere mit einem Traumstart zu bescheren. Aber nicht zu doll, denn Bierduschen sind nicht billig – aber geil!

Wir tippen darauf, dass uns Meggle einige Neuheiten im System präsentieren wird

Mit unserem Gegner müssen wir uns laut Trainerwechsel-Heimpremiären-Statistik wohl nicht weiter beschäftigen. Man merkt einfach, wie Meggle etwas in Bewegung bring. Denn so heiß wie wir alle sind, muss es einfach der ersehnte Befreiungsschlag werden! Zwar fällt fast unsere komplette Viererkette aus, aber ist der Ausfall von Stammspielern nicht auch immer eine Chance für Spieler aus der zweiten oder dritten Reihe? Gerade nach einem Trainerwechsel wird vom neuen Trainer Vorhandenes hinterfragt und die Karten neu gemischt. Jeder muss sich neu beweisen und nicht selten wird der ein oder anderen junge, unbekannte Spieler auf den Platz geschickt. Einerseits um festgefahrene Strukturen aufzulösen und andererseits um dem Team frischen Wind einzuhauchen. Wir tippen darauf, dass uns Meggle einige Neuheiten im System präsentieren und auch namentlich ein frischer Wind wehen wird. Bentley Baxter Bahn bekommt nach dem ersten Spieltag sicher wieder eine Chance und auch Sebastian Meier. Aber egal welche elf Jungs am Sonntag bei Hells Bells den Rasen betreten, sie müssen – genau so wie wir – alles für unseren magischen FC geben. Wir möchten eine befreit aufspielende Mannschaft sehen, in der jeder einzelne kämpft und ackert!

Grundsätzlich spielt das Ergebnis für uns keine Rolle. Und wenn man sich unsere Körper nach dem Spiel mal so anschaut, sieht man, dass wir nicht nur die Jungs auf dem Rasen nach vorne peitschen, sondern auch allerhand mit uns selber zu tun hatten. Der eine trocknet sich von der letzten Bierdusche, der andere versucht seine Klamotten von der letzten Bratwurst mit Senf zu säubern und ein anderer sucht intensiv nach dem letzten Biergroschen im Konfetti. Aber hauptsache es hat Spaß gemacht!

Auch wenn man ja eigentlich sagt, dass gegen 1860 immer alles möglich ist und die Spiele schwer zu tippen sind, glauben wir an die Trainerwechsel-Heimpremiere-Statistik. Es wird uns allen wieder Spaß machen! Unser durchschnittlicher Fanclub-Tipp ist diesmal 3:2 nach einem 0:2 Rückstand. Das wäre der Hammer! Bierdusche!!!

Hamburg ist braun-weiß!

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Ein Kommentar

  1. Macker · September 11, 2014

    1. Es war currywurst und kein Senf!
    2. Bierduschen sind geil aber teuer, und nicht anders herum.
    3. Meggi weiss nicht nur, wie der hase läuft, sondern auch wo er sein locken hat. Denn das weiss er von seiner interhamburgialen Erfahrung.

    Viel spass Jungs singt und bölkt für mich mit, denn hardy wird mich nicht zu 100 % ersetzen können 😉
    Forza

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