Verstärkung für’s zentrale „Mitteldeck“ und ein Loch in der Bordwand!

Der Fanclub Wochenrückblick (KW 35)

Das Präsidium hat angekündigt, dass der Ausbau der Nordkurve verschoben wird, damit das Millerntor beim Pokalkracher gegen den BVB noch einmal bis unters Dach vollgestopft werden und sich das Feuer der „Hölle von St. Pauli“ um das komplette Spielfeld ausbreiten kann. Aber was passiert wenn wir weiterkommen? Wird dann der Ausbau ein drittes mal verschoben? Daran glaubt zwar derzeit keiner, aber man weiß ja nie! Irgendwann kann man den Abriss und Neubau des letzten Teilstücks nicht mehr weiter aufschieben. Dann haben wir wieder ein Loch in der Bordwand und werden einen Teil unserer Stimmung einbüßen. Auf jeden Fall freuen wir uns auf die Fertigstellung unseres geliebten Millerntors. Bis es soweit ist beherbergen wir unsere Piratenbrüder und -schwestern von der Nord gern auf der Gegengeraden! Harr Harr!

Zurück zu den sportlichen Ereignissen auf unserem Piratenschiff. Zum Abschluss des 4. Spieltags segeln wir zum „heißgeliebten“ Montagsspiel nach Fürth und ziehen in die Schlacht gegen die Kleeblätter. Ob wir diese gewinnen, können wir noch nicht mit Sicherheit sagen, da es nicht unsere letzte ist, die wir ja bekanntlich auf jeden Fall gewinnen werden! Nachdem die SpVgg Greuther Fürth am Ende der letzten Saison unverdient nicht aufgestiegen ist und dafür Mordor weiter das Oberhaus mit seinen absurden Europa-League-Ambitionen unsicher macht, sind sie neben Nürnberg und Lautern als klarer Aufstiegsfavorit in diese Saison gestartet. Fürth hat gegen Bochum gut und gegen Nürnberg furios aufgespielt. Am letzten Spieltag bekamen sie jedoch einen Dämpfer gegen Ingolstadt. Unser Saisonstart läuft bisher schleppend, mit drei schwachen Spielen. Der Sieg in letzter Sekunde gegen Sandhausen hat ganz bestimmt allen gutgetan. Den Fans, den Spielern und auch dem Trainerteam. Er hat aber auch ein über 80 Minuten einschläferndes Spiel mit erheblichem Steigerungspotential verwässert. Trotzdem bekommt man durch so ein Erfolgserlebis etwas Rückenwind, den die boys in brown jetzt nutzen müssen. Ein Sieg gegen einen Aufstiegsfavoriten würde allen Selbstvertrauen geben und uns optimistisch auf die nächsten Partien blicken lassen. Wenn wir an die Pressekonferenz nach dem Sandhausenspiel denken, hoffen wir, dass Roland Vrabec etwas aus seinem Auftritt gelernt hat und sich ab sofort etwas gelassener in der Öffentlichkeit bewegt. Wenn er gegenüber der Mannschaft ähnlich rüberkommt, dann können wir die verunsicherte Spielweise nachvollziehen. Da muss sich dringend etwas ändern!

An dieser Stelle möchten wir auch den jüngsten Neuzugang in unserer Piratenfamilie begrüßen. Enis Alushi, der unser zentrales „Mitteldeck“ mit einem Messer zwischen den Zähnen verstärken soll. Bei Schnecke und Buchti sah es im Zentrum bisher eher danach aus, als spielen sie mit Augenklappe und Holzbein. Der neue Konkurenzkampf wird das hoffentlich ändern. Wir hören es natürlich gern, wenn jemand „unbedingt“ ans Millerntor will und „nicht lange nachdenken“ muss, wenn ein Angebot vom Kiezclub eintrudelt. Das haben wir aber schon öfters gehört und wollen deshalb von Anfang an vollen Einsatz und Leidenschaft auf dem Platz sehen. Dann ist unsere Unterstützung von der ersten Minute an wie immer sicher!

Wird es noch Last-Minute-Abgänge geben, bis die Transferperiode am Montag um 12 Uhr endet? Verhoek, Thy, Nehrig und Trybull sollen zwar vorerst bis zur Winterpause bleiben, sind unserer Meinung nach aber bis zum Schluss potentielle Kandidaten für den Gang von Bord. Einen Verkauf unseres fliegenden Holländers halten wir jedoch für falsch. Budimir und Nöthe sind zwar derzeit vorne gesetzt, das kann sich aber auch schnell wieder ändern. Wir brauchen in dieser Saison drei starke Stürmer und John wird uns noch viel Freude bereiten – wenn er bleibt. Wer sich erinnert: Auch Lewandowski ist in Dortmund erst in seiner zweiten Saison durchgestartet. Trybull und Thy sind noch jung und brauchen einfach mal das Vertrauen und die Einsätze um sich zu entwickeln. Das Potential der beiden ist vorhanden und muss unbedingt weiter gefördert werden. Einzig der Abgang von Nehrig würde jetzt noch Sinn machen, da er als „Topverdiener“ diese Saison wohl zwischen Bank und Tribüne pendeln wird. Viele Transfers von Rachid Azzouzi haben noch nicht so eingeschlagen, wie er es wohl geplant hat. Aber wir sind uns sicher, dass wir Buchti, Ratsche, Meier und Halste noch oft genug abfeiern werden. Diese Saison sticht neben Daniel Buballa und Michael Görlitz besonders der Transfer von Ante Budimir heraus, der bisher wohl Azzouzis „Königstransfer“ ist. Der Kerl beschert uns sicher noch einige Bierduschen auf der Gegengeraden, aufgrund seiner Tore. Unterm Strich ist es uns aber wichtig, dass sich jetzt wieder Chraktere im Team entwickeln, die den Kern der Mannschaft bilden, sich mit dem Verein und dem Umfeld identifizieren und die Zukunft des FC St. Pauli sind. Wo bleiben die „neuen“ Bolls, Pliquets, Lechners oder Egers? Kommt raus und zeigt Euch!

In der letzten Woche wurden wir als „St. Mauli Fans“ bezeichnet und es hieß, „nach drei Spieltagen liegen bei St. Pauli die Nerven blank!“. Wir finden, dass man nicht alles schlechtreden sollte, aber wenn man sich zu Hause von Sandhausen über 80 Minuten den Schneid abkaufen lässt und die Mannschaft auf dem Rasen nicht alles aus sich herauskitzelt, dann darf man sich auch mal räuspern! Das heißt aber nicht, dass man jemanden beleidigen oder zusammenpfeiffen darf! Wir unterstützen unseren magischen FC bedingungslos und singen ihn viel lieber nach vorne! Forza!

Tschauner, das Tier im Tor, wird uns am Montag das hart umkämpfte 2:2 festhalten und wieder ein super Spiel machen. Ante und Chris machen die Tore und wir hören wieder den Budimir-Beat und den Nöthe-Rap. Unsere Prognose ist, dass wir noch ein paar Spiele brauchen, bis der Wurm endgültig raus ist. Dann starten wir spätestens ab dem 8. Spieltag eine Serie und alle sind wieder glücklich. Ob am Ende um den Aufstieg gespielt wird, ist uns eigentlich egal. Hauptsache wir halten alle zusammen, zeigen Leidenschaft und Kampfgeist auf den Rängen, auf dem Platz und auf der Trainerbank!

St. Pauli ist die einzige Möglichkeit!

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